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Südafrika – Auf Pirschfahrt im Krüger Nationalpark

Ein Mitarbeiter-Tipp von Kerstin Zamzow

Auf Pirschfahrt im Krüger Nationalpark - Südafrika - MEIER'S WELTREISEN
Kerstin Zamzow

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin Wiederholungstäter – der Südafrika-Virus hat mich voll erwischt. Es ist mein 3. Besuch hier und ich bin sicher: es wird nicht mein letzter sein. Dieses Mal  haben wir nur 10 Tage, daher bleiben wir im Norden und beschränken uns auf eine Tour durch den Krügerpark.

Nachtflug nach Johannesburg, am nächsten Morgen kommen wir an und nehmen direkt am Flughafen unseren Mietwagen entgegen. Viel gibt’s nicht zu sehen in Südafrikas größter Stadt, also geht’s gleich los auf die Autobahn in Richtung Osten. Die Straßen hier sind super und alles ist gut ausgeschildert. Man sollte nur an eines immer denken: Hier herrscht Linksverkehr!

Wir haben eine Zwischenübernachtung in Nelspruit, einem kleinen Städtchen unweit des Krüger Nationalparks, eingeplant. Wir beziehen unsere gemütliche Unterkunft und gehen shoppen. Die nächsten 4 Tage verbringen wir in einfachen Hütten im Krüger Park und da ist Selbstverpflegung angesagt. Wenn man was vergessen hat – nicht schlimm: In den staatlichen Camps gibt es auch kleine Supermärkte und wer keine Lust auf Kochen hat, findet i.d.R. auch ein Restaurant, in dem man alle Mahlzeiten des Tages einnehmen kann. Wir wollen aber unabhängig sein und es machen wie die Südafrikaner: am Abend den Grill anschmeißen. Braai nennt sich das hier. Wagenradähnliche Steaks, Burger-Patties und die typische Boerewors sind dafür in unserem Einkaufskorb gelandet.

Zebras - Krüger Nationalpark - Südafrika - MEIER'S WELTREISEN
Zebra an der Wasserstelle

Am nächsten Morgen starten wir ins Safari Abenteuer. Durch’s Malelane Gate fahren wir in den Krügerpark und es dauert keine 10 Minuten und wir sehen unseren ersten Elefanten. Ein großer Bulle. Wir reiben uns die Augen – es ist irgendwie unwirklich. Und so geht’s weiter… Giraffen mit Babys, eine kleine Zebra-Herde und jede Menge gras-mümmelnde Impalas, die es hier in großer Zahl gibt, und die eine ausgesprochene Leibspeise von Löwen und anderen Raubtieren sind. Den Krügerpark kann man locker mit dem eigenen Mietwagen befahren, und dazu braucht man auch nicht mal einen SUV, ein normaler Kleinwagen tut es auch. Wer möchte, kann sich aber auch den von den einzelnen Camps angebotenen Pirschfahrten im großen Safari-Truck, die jeden Morgen und jeden Abend starten, anschließen. Letztere haben den Vorteil, dass ein erfahrener Guide etwas über die Tiere erzählt und man auch abends im Dunkeln, wenn man sich normalerweise nicht mehr außerhalb der Camps aufhalten darf, fährt und daher mit etwas Glück auch einige nachtaktive Tiere erspähen kann.

In den nächsten Tagen streifen wir nun also durch den Süden des Krügerparks. Es heißt, hier unten gibt’s die meisten Tiere zu sehen. Wir wohnen in drei verschiedenen staatlichen Camps: Berg-en-Dal, Lower Sabie und Satara. Unsere Unterkünfte sind einfach ausgestattete Rundhütten mit Bad, kleiner Küchenzeile und Grill auf der Terrasse. Am schönsten fanden wir Lower Sabie, das direkt an einem Fluss liegt, in dem Flusspferde munter vor sich hergrunzen. Unsere Hütte liegt direkt am Zaun, eines Abends raschelt es und eine kleine Herde Elefanten zieht vorbei, nur ein paar Meter von uns entfernt. Später am Abend schleicht sich sogar noch eine Hyäne entlang und wir sind froh, dass der Zaun hoch genug ist und einen extra Stromdraht drauf hat.

Erste Regel im Krügerpark: Wer Tiere sehen will, muss früh aufstehen. Unser Wecker klingelt gegen 5 Uhr, nur schnell Zähneputzen und auf geht’s zum ersten Game Drive. Früh sind die Tiere am aktivsten, in der Mittagssonne verkriechen sich die meisten unter schattenspendenden Bäumen, so dass man manchmal ewig durch die Gegend fährt, und nicht mal eine Antilope zu Gesicht bekommt. Diese Zeit verbringt man am besten im Camp – gut wenn es einen Pool gibt! Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: vor uns stehen einige Autos kreuz und quer auf der Straße. Mit einiger Krügerpark-Erfahrung kann man sagen: Je mehr und chaotischer die Autos auf der Straße stehen, umso spektakulärer das Tier, das man dort erspäht. In unserem Fall liegen zwei Löwen direkt am Straßenrand und zeigen uns beim gelangweilten Gähnen ihre eindrucksvollen Beißerchen. Sie kuscheln sich aneinander, legen sich hin, stehen wieder auf und nach 10 Minuten ziehen sie von dannen. Ein tolles Erlebnis. Nachdem wir schon einen Elefanten gesehen haben, können wir nun also schon unseren zweiten Strich machen bei den Big 5, zu denen außerdem  noch Büffel, Nashorn und Leopard gehören.

Elefanten - Krüger NP - Südafrika - MEIER'S WELTREISEN
Majestätische Elefanten

Später am Tag sorgt eine Elefantenherde mit niedlichen Baby-Elefanten noch für einen Stau und nur ein paar Kilometer weiter versperrt uns eine Nashorn-Mama mit ihrem Nachwuchs den Weg. Sie schaut ganz schön grimmig und wir halten gebührenden Abstand. Besonders witzig finden wir auch immer die kleinen Warzenschweine, die – wenn Sie weglaufen – ihren Schwanz wie eine Antenne aufstellen. An einer Wasserstelle begegnen wir noch einer riesigen Büffelherde, es müssen mehr als 100 Tiere sein: während die ersten bereits fertig sind mit dem Trinken und ihres Weges ziehen, kommen immer noch neue nach. Wow – 4 von 5 Big Five an einem Tag! Fehlt nur noch der Leopard, aber da darf man sich nicht allzu viel Hoffnung machen – es ist ein großer Glücksfall, den zu Gesicht zu bekommen.

Es lohnt sich übrigens, die offizielle Krügerpark-Broschüre, die am Parkeingang und in allen Camp-Shops erhältlich ist, zu kaufen. Hier gibt es gute und ausführliche Karten, in denen auch die Wasserstellen und Rastplätze mit WC’s eingezeichnet sind, sowie viele interessante Infos über den Park und seine Geschichte. Am besten ist aber, dass alle (oder zumindest die allerwichtigsten) hier lebenden Tiere abgebildet sind. So kann man schön abhaken, was man schon alles gesehen hat. Nach ein paar Tagen konnten wir schon ordentlich Häkchen setzen, u.a. bei Wasserböcken, Krokodilen, Gnus, Schakalen, Geiern, Hornraben, Mangusten, Kudus, Pavianen und Steenböcken.

Und noch eine Regel für den Krügerpark: Niemals auf freier Strecke aus dem Auto aussteigen – das ist lebensgefährlich denn hinter jedem Busch könnte ein Raubtier lauern. Pausen sollten also am besten direkt bei der Streckenplanung mit berücksichtigt werden. Anhalten und Aussteigen kann man entweder in den Camps oder an den kleinen Rastplätzen, an denen auch Toiletten vorhanden sind. Man sollte sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten – auf den Teerstraßen sind maximal 50 km/h erlaubt. Hier wird nämlich gerne mal geblitzt, insbesondere kurz bevor die Tore der Camps schließen. Aber eigentlich man fährt ohnehin kaum schneller als 20 km/h – sonst entdeckt man nämlich keine Tiere!

Geparden - Krüger NP - Südafrika - MEIER'S WELTREISEN
Den Geparden ganz nah

An unserem letzten Tag fahren wir stundenlang: Und was sehen wir? Vögel, nichts als Vögel. Nicht mal ein Impala! Wo sind denn alle hin? Wir stoppen mehrmals für Büsche, Sandhaufen und Steine, die sich vermeintlich bewegt haben… bis sich ganz in der Ferne tatsächlich mal ein Busch zu bewegen scheint… er kommt näher. Ein Blick ins Fernglas (unbedingt mitnehmen – das ist ein hier Gold wert!) … ähm, das sieht doch aus… das könnte doch… ist das nicht… ein Gepard! Ich glaub es nicht. Laut Broschüre gibt’s im gesamten Park nur 200 Exemplare! Was für ein Glück, einen davon zu sehen! Aber was … oh man… da ist ja noch einer! Und hinter dem Busch kommen noch zwei hervor! Laufen da gerade vier Geparde auf unser Auto zu oder träume ich das nur? Wir sind die ersten hier, noch kein anderes Auto hat sich zu uns gesellt. Die Geparde kommen immer näher und legen sich direkt vor unserem Auto auf die Straße und bleiben dort ein paar Minuten liegen, bevor sie wieder aufstehen und ins Gebüsch verschwinden. Gut dass es Digitalkameras und große Speicherkarten gibt – sonst hätt ich jetzt schon dreimal den Film wechseln müssen. Waaahnsinn! Das tollste Abschiedsgeschenk, das uns der Krügerpark machen kann, denn wir sind bereits auf dem Weg zum Orpen Gate, wo wir den Park verlassen.

Auf dem Rückweg nach Joburg haben wir nochmal in Nelspruit zwischenübernachtet. So hatten wir Zeit, die Panorama-Route durch den Blyde River Canyon – immerhin der drittgrößte der Welt – zu fahren. Hier gibt’s unzählige Möglichkeiten zu einem Stopp, z.B. die Drei Rondavels, wo man mit etwas Mut spektakuläre Fotos auf einem Felsvorsprung machen kann, die Bourkes Luck Potholes und God’s Window, ein Aussichtspunkt, wo man bei guter Sicht 1000 m tief ins Lowveld blicken kann, und diverse Wasserfälle wie die Berlin Falls, Lisbon Falls oder Mac Mac Falls. An den Spots gibt’s auch immer kleine Märkte, auf denen man afrikanische Schnitzereien, Masken oder Steinfiguren erstehen kann. Wem der Sinn nach etwas Süßem steht, sollte unbedingt bei Harrys Pancakes in Graskop anhalten – mein Favorit: Pfannkuchen mit Feigenmarmelade und Pecan-Nüssen.

Fazit: Es war kurz aber der absolute Wahnsinn! Für mich ist der Krügerpark das absolute Highlight in Südafrika. Es ist unglaublich erholsam, wenn man sein Gehirn mal komplett abschalten kann und sich um nichts anderes zu kümmern muss, als konzentriert aus dem Autofenster zu schauen und Tiere zu erspähen. Wir haben „nur“ 4 der Big Five gesehen. Leider hat sich kein Leopard blicken lassen. Ich glaub, wir müssen bald wieder her!

Unterkünfte im Krüger Nationalpark
Lodges und Camps - Südafrika - MEIER'S WELTREISEN
Den Tieren ganz nah
Ob Private Game Reserves, luxuriöse Lodges oder authentische Camps, im Krüger Nationalpark findet sich für jeden die passende Unterkunft.
Mietwagen in Südafrika
Mietwagen - Südafrika - MEIER'S WELTREISEN
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