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Dschungelträume auf Borneo

Ein Tipp von Beatrice Tzschentke

Fledermäuse, Orang Utans und Urwaldriesen – Wer den Regenwald von Borneo kennenlernen möchte, plant seine nächste Reise am besten in den Gunung Mulu Nationalpark in Ostmalaysia.

MEIER'S WELTREISEN - Beatrice Tzschentke empfiehlt - Dschungelträume auf Borneo
Beatrice Tzschentke

„Hier sehen Sie das größte Restaurant der Welt“, sagt Guide Eddi und zeigt auf den dichten Regenwald des malaysischen Gunung Mulu Nationalparks, wo sich dicht an dicht bis zu 30 Meter hohe Bäume aneinander drängen. „Und gleich werden drei Millionen hungrige Gäste ausströmen, um ihr Abendessen einzunehmen“, erklärt Eddi weiter. Die Restaurantgäste, das sind Fledermäuse, die das Tageslicht kopfüberhängend in der Höhle verschlafen haben und bei Anbruch der Dunkelheit ausfliegen um Nachtfalter und Käfer zu jagen – Teil eines großen Nahrungsangebots, in dem von über 200 Säugetierarten und 15.000 Pflanzenarten bevölkerten Gebiets auf der Insel Borneo.


Nachtleben im Dschungel
Auch die Fledermäuse werden bereits erwartet. Wir sind von unserer Unterkunft am Fluss drei Kilometer dem engen Dschungelpfad zur Höhle gefolgt, um einmal im Leben dem spektakulären Auszug der drei Millionen Fledermäuse beizuwohnen. Um nicht als Abendessen für die ebenfalls darbenden Raubvögel zu enden, fliegen diese in gewagten Schraubformationen aus dem 120 Meter hohen Höhleneingang, jeder Schwarm angekündigt von einem langgezogenen „Ahh“ und „Ohh“ der südkoreanischen Touristen.

MEIER'S WELTREISEN - Malaysia - Morgennebel im Regenwald
Morgennebel im Regenwald

Irgendwo tief im Dschungel streifen auch Orang-Utans, Baumleoparden, Zwergelefanten und Malaienbären durch das Gebüsch. Unbeeindruckt vom Spektakel an der Höhle bleiben sie aber lieber unter sich. Nach Einbruch der Dunkelheit ist von den Fledermäusen nichts mehr zu sehen. Ein tiefes Schwarz hat sich unter die engen Baumwipfel gelegt. Ohne Taschenlampe lässt sich keine Hand mehr vor den Augen erkennen. Wir folgen unserem Guide dennoch weiter in den Dschungel, stets begleitet von dem lauten Geigenkonzert der Grillen und Insekten. Immer wieder bleibt Eddi stehen und zeigt uns handtellergroße Spinnen und Nachtfalter, Schlangen, überdimensionale Frösche und armlange Stabheuschrecken, die mit ihrem gut getarnten zweigähnlichen Aussehen kaum auszumachen sind. Meist entdeckt Eddi die Insekten, in dem er in der Dunkelheit nach den glitzernden Augen sucht, die im Licht seiner Taschenlampe reflektieren.

MEIER'S WELTREISEN - Borneo - Aussicht vom Canopy Skywalk
Aussicht vom Canopy Skywalk

Trekking für Abenteuerlustige
Bereits drei Tage in dem nur per Flugzeug erreichbaren Nationalpark reichen aus, um eins mit dem Rhythmus des Dschungels zu werden. Wir erwachen früh zum Zwitschern der Vögel und legen uns zeitig schlafen, müde von den Abenteuern des Tages. Wir fahren in hölzernen Langbooten über den Fluss, wandeln auf 20 Meter Höhe in den Baumkronen des Regenwaldes auf dem Canopy Skywalk, besuchen ein traditionelles Langhaus der indigenen Iban und vor allem machen wir eins: Höhlen besichtigen. Im Sandstein des Gunung Mulu Nationalparks liegt eines der größten Höhlensysteme der Welt. Im Jahr 2000 erklärte die UNESCO es sogar zum Weltnaturerbe.


Jede der Höhlen, die erst in den 1930ern erforscht wurden, bietet ein neues Highlight: In der Cave of the Winds beispielsweise hat Tropfstein die ulkigsten Skulpturen geformt, durch die Tiefen der Clearwater Cave rauscht ein unterirdischer Fluss und die Deer Cave bietet eine der längsten Höhlenpassagen der Welt, sowie mit dem Garden of Eden einen natürlichen Swimming Pool, der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Besonders Abenteuerlustige können vom Hauptlager des Gunung Mulu Nationalparks mehrtägige Trekkingtouren in den Dschungel unternehmen. Ein beliebtes Ziel sind The Pinnacles – eine Formation von 45 Meter hohen Kalksteinfelsen, die sich wie Zahnstocher in den Dschungel bohren.

MEIER'S WELTREISEN - Borneo - Uferpromenade in Kuching
Uferpromenade in Kuching

Baden im Südchinesischen Meer
Wir legen stattdessen noch einen Zwischenstopp in Kuching ein. Knapp eine Flugstunde vom Nationalpark gelegen ist sie mit 600.000 Einwohnern die größte Stadt auf Borneo. Von hier aus lassen sich leicht Ausflüge in die Umgebung unternehmen: Wir sehen ausgewilderte Orang Utans im Orang Utan Wildlife Sanctuary, die weltweit größte Blume Rafflesia im Gunung-Gading-Nationalpark, baden am Damai Beach im Südchinesischen Meer und lernen die Kulturen und Traditionen der indigenen Iban kennen.


Abendessen unterm Sternenhimmel
Wenn die Sonne über den Wipfeln des Dschungels versinkt und die Temperaturen angenehmer werden, erwacht Kuching zum Leben. Einheimische und Touristen treffen sich am Ufer des Flusses Sarawak um unter freiem Himmel zu essen. Eine beliebte traditionelle Speise ist Reis im Bambusrohr. Jeder Flussabschnitt bietet sein eigenes Flair, denn hier geben lokale Straßenbands bis in die späten Abendstunden ihre Live-Musik zum Besten: von der jugendlichen Rock-Band bis hin zur traditionellen Musik der indigenen Iban ist alles vertreten. Uns zieht es zu den zahlreichen Ständen, die „kek lapis“ anbieten. Der traditionelle Kuchen besteht aus mehreren Schichten verschiedener Farben und Geschmacksrichtungen. Meistens lacht er uns quietschbunt entgegen und freut sich darauf, für kleines Geld gegessen zu werden. Besonders empfehlenswert: Peppermint Chocolate oder Blueberry & Cheese.


Welcher Kuchen Ihnen wohl am besten schmeckt? Finden Sie es heraus! Meier’s Weltreisen bietet Flüge nach und Hotels in Kuching, Flüge nach Mulu in den Gunung Mulu Nationalpark und diverse Rundreisen durch Borneo. Lassen auch Sie Ihre Dschungel-Träume wahr werden.

Rundreisen durch Borneo

Hotels in Malaysia

Reisejournal: Paradiesisches Borneo

MEIER'S WELTREISEN - Borneo - Traditioneller Kek Lapis
Traditioneller Kek Lapis