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Orang Utans auf Sumatra

Ein Tipp von Nicole Dieckmann

Nicole Dieckmann
Nicole Dieckmann

Im Februar 2010 bot sich die Möglichkeit, meinen Bali-Aufenthalt mit einem Sumatra-Besuch abzurunden. So flog ich frühmorgens von Bali via Jakarta nach Medan und konnte noch am frühen Nachmittag mein Hotelzimmer nahe des Leuser Nationalparks beziehen. Hier - am Bohorok-Fluß und nahe des Dorfes Bukit Lawang – erfreuen sich insbesondere Rucksackreisende an den idyllischen & kleinen Unterkünften, den typischen Openair-Restaurants, den obligatorischen Souvenir-Shops sowie an den erfrischend abenteuerlichen Tube-Rafting Ausflügen.

Meine persönliche „Mission“ war es aber, einmal wildlebende Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung erleben zu können. So ging es dann nach einem frühmorgendlichen Fußmarsch entlang des Flusses und einer kurzen Kanu-Fahrt zum Orang-Utan Auswilderungs-Zentrum des Taman Nasional Leuser. Obligatorisch werden alle Besucher in einige wichtige Verhaltensregeln eingewiesen, denn schließlich sind weder die Orang-Utans noch ich durch einen Zaun voreinander geschützt. Dann geht es endlich los und in Begleitung eines Rangers machen wir uns auf zu einem der häufig wechselnden Futterplätze. Die Orang-Utans müssen übrigens behutsam an ihre neue Freiheit gewöhnt werden und kehren zu den Futterstellen vermutlich eher aus Neugierde & Menschenbindung denn aus Hunger zurück. Die Ranger bieten nämlich einzig Bananen und etwas Milch als Mitbringsel und ermutigen die Tiere somit dazu, auf die üppige und wesentlich abwechslungsreichere leckere Nahrung im Wald zurückzugreifen.

Orang Utans auf Sumatra
Orang Utans auf Sumatra

Es ist nun auch keinesfalls so, dass Dutzende von Tieren in unmittelbarer Umgebung herumlaufen oder -klettern, denn schließlich ist der Lebensraum mehrere Quadratkilometer groß. Ich war daher heilfroh, dass „mein“ Ranger die Bewegung der Baumwipfel zu deuten wußte. Alleine deswegen hatte ich an diesem besonderen Tag das unbeschreibliche Glück, 5 weibliche Orang-Utans mit ihren Babys aus nächster Nähe sehen und ihre flinke agile Beweglichkeit mit der gehörigen Portion Respekt bestaunen zu können. Nur eine Woche zuvor hatte eine andere Gruppe übrigens wesentlich weniger Glück, da sich nicht ein einziger Orang-Utan hat locken lassen. Für die Ranger und Tierpfleger, die die ehemals domestizierten Tiere wieder in ihren eigentlichen Lebensraum entlassen, ist aber genau dieser Moment der Schönste, denn dann entscheiden sich die Tiere für ihr neues Leben, das nicht mehr durch Menschenbindung sondern durch eine neue haarige Partnerschaft geprägt sein wird.

 

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