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Unvergessliche Naturwunder Puerto Ricos

El Yunque Regenwald

El Yunque Regenwald - Puerto Rico - MEIER'S WELTREISEN
Wasserfall im El Yunque Regenwald

Inmitten der Sierra Luquillo liegt der 11.330 ha große Regenwald El Yunque. Rauschende Wasserfälle, dichte Tropenvegetation, wilde Blumen mit atemberaubenden Farben und unzählige Vogelarten repräsentieren die Einzigartigkeit des Gebietes, das bereits 1903 von dem amerikanischen Präsidenten Teddy Roosevelt zum Nationalpark erklärt wurde.

Die Heimat der bunt schillernden, puertoricanischen Papageien und des kleinen Baumfrosches El Coqui, dem Maskottchen der Puertoricaner, erhielt ihren Namen einst von den Taíno-Indianern: „Yunque“ - „Weißes Land“ nannten sie die von weißem Nebel umhüllten Berggipfel, die nach der Legende der Taínos Wohnort des Naturgottes Yukiyu waren. Mehr als 240 verschiedene Baumarten ragen imposant in den Himmel. Einige davon können bereits auf eine 1.000 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Im Herzen des Regenwaldes entspringen die acht größten Flüsse Puerto Ricos. Etwa 150 verschieden Farne und 50 Orchideen-Arten, sind im El Yunque Regenwald beheimatet, der zu den am meisten erforschten und vielseitigsten Waldregionen der Erde zählt.

Die trockenwarme Landschaft des Südens hingegen entführt in die kargen Gefilde der Insel. Kakteen ragen faszinierend gen Himmel und Flamboyant-Bäume leuchten dem Beschauer schon von weitem in strahlendem Rot entgegen. Avocados und Palmen runden die traumhafte Flora ab.

Weltweit einzigartiges Naturschauspiel: Die "glühende" Bucht von Vieques

Bucht von Vieques - Puerto Rico - MEIER'S WELTREISEN
Die "glühende" Bucht von Vieques

In Puerto Rico geht das Licht niemals aus. Was auch immer mit der Elektrizität aus der Steckdose geschehen mag, für den Notfall gibt es immer noch ein ganz und gar kostenloses, natürliches Licht aus dem Meer.

Mit einer Helligkeit wie nirgendwo sonst auf der Welt sorgen harmlose Geißeltierchen in der Mosquito Bay der kleinen Insel Vieques für Beleuchtung. Die kleinen Wasserbewohner können sogar so viel fluoreszierendes Licht erzeugen, dass man dabei ein Buch lesen könnte.

Aber natürlich liest kein Besucher der Mosquito Bay ein Buch während seines Ausfluges. Dafür sind Touristen wie Einheimische gleichermaßen viel zu fasziniert vom Feuerwerk, das sich hier unter Wasser ereignet. Die Boote, die am Abend hinausfahren, ziehen einen kometenhaften Schweif hinter sich her.

Passagiere, die ihre Hand ins Wasser halten, sehen eine grünlich-blaue Spur um ihre Finger herum. Fische werden von einem magischen Licht umgeben. Und wenn Menschen behutsam ins Wasser steigen und ihre Arme bewegen, können sie einen Lichtteppich um sich herum erzeugen, der ihnen schmetterlingsähnliche Flügel verleiht.

Die so genannte Bioluminiszenz (biologisches Licht) wird von den Dinoflaggeladtees hervorgerufen. In einem Liter Wasser werden bis zu 200.000 dieser Kleinstlebewesen gezählt. Die Pflanzenreste der Mangroven an der Bucht werden von Bakterien zu Vitamin B12 und anderen Nährstoffen umgewandelt, durch die geschützte Lage der Bucht können diese Partikel nicht so einfach ins Meer hinausgetragen werden und ziehen so Milliarden Dinoflaggeladtees an.

Warum sie das magische Licht erzeugen, ist wissenschaftlich noch umstritten. Manche vermuten, dass die Geißeltierchen das Licht aussenden, um Feinde abzuschrecken. Andere wiederum meinen, dass mit dem Licht die Feinde der Feinde angezogen werden sollen. Immerhin wird jede Bewegung sichtbar und ein Fisch, der sich gerade ans Dinoflaggeladtees-Fressen machen will, kann von einem anderen Räuber entdeckt und selbst verspeist werden. Ganz schön clever.

Es gibt nur fünf bis sechs Plätze auf dem Globus, in der Kleinstlebewesen biologisches Licht im Wasser erzeugen. Nirgendwo ist das Licht aber so stark wie in der Mosquito Bay. Und während andernorts das Leuchten nur saisonal oder in einem bestimmten Rhythmus auftritt, ist vor Puerto Rico jeden Abend Beleuchtung angesagt.

Besucher, die ein Bad im Lichtermeer genommen haben, sagen es sei wie „Schweben durch Sternenstaub“ gewesen. Andere sprechen von einem natürlichen Feuerwerk. Mehrere lokale Veranstalter bieten ökologisch verträgliche Touren zu dem Spektakel an, um so Menschen aus aller Welt die einzigartige Schönheit Puerto Ricos nahe zu bringen. Insgesamt gibt es mehrere Buchten mit Bioluminiszenz, von denen drei touristisch erschlossen sind: Vieques, Las Cabezas de San Juan im Nordosten und bei La Pargera im Südwesten. Besonders stimmungsvoll sind Kanutouren, die durch die Mangrovenkanäle führen. Und noch ein Tipp: die leuchtenden Buchten sind an mondlosen Nächten am eindrucksvollsten.

Tauchparadies Mona Island

Zwischen Puerto Rico und Hispaniola befindet sich das atemberaubende Tauchparadies Mona, eine der Schwesterinseln Puerto Ricos. Das 70 Quadratkilometer große Eiland war einst Heimat der Taíno-Indianer, die nach einem unerbittlichen Kampf Piraten weichen mussten, die Mona 300 Jahre lang als Versteck und Beute-Lager nutzten. Die Schätze der Natur jedoch überstanden diese aufregenden Zeiten. Heute teilen sich auf dem „Galapagos der Karibik“ große Leguane mit zahlreichen Vogelarten und monströsen Baumbeständen das unbewohnte Paradies. Mit ihren prächtig-bunten Fischarten, die durch das glasklare Wasser schimmern, faszinieren die unberührten Korallenriffe Taucher, für die sich hier eines der beeindruckendsten Tauchreviere der Karibik eröffnet. Das Wasser ist allerdings mehr für erfahrene Taucher geeignet.

Beliebte Tauchgebiete Puerto Ricos sind außerdem ein Korallenriff im Süden der Insel, das per Boot in etwa 45 Minuten zu erreichen ist, sowie das Gebiet rund um Culebra und Vieques der Spanish Virgin Islands.

Ökologie durch die Taucherbrille: Puerto Ricos einziger Unterwasserlehrpfad

Unterwasserlehrpfad - Puerto Rico - MEIER'S WELTREISEN
Unterwasserlehrpfad: Ökologie durch die Taucherbrille

Puerto Rico, wörtlich der „reiche Hafen“, ist von Schatzschiffen und anderen Wracks umgeben. Zu Columbus Zeiten liefen viele Schiffe mit Goldschätzen an Bord Puerto Ricos Häfen an. Hunderte Schiffe erreichten diese jedoch nicht und sanken vor der Küste der Insel. Bei Caja de Muertos (Sarginsel oder Toteninsel) gibt es daher nun Puerto Ricos einzigen Unterwasserlehrpfad.

In einer Tiefe von ca. drei Metern können Schnorchler 15 Schilder mit Bildern und Erklärungen zur karibischen Unterwasserlandschaft erblicken. Der in einem Naturschutzgebiet liegende, ca. 300 Meter lange Tauchlehrpfad wurde von einer Umweltgruppe aus Guanica (Südostküste) eingerichtet. Die in Glas gefassten und mit Beton beschwerten Schautafeln sind durch einen Bojenpfad verbunden und bieten informative Details zur Unterwasserflora und -fauna. Lebende Belegexemplare sind in der Regel ganz in der Nähe der Tafeln zu finden.

Von der Caja de Muertos aus kann man atemberaubende Tauchgänge an spektakulär steil abfallenden Felswänden erleben. Dieser Spitzentauchplatz heißt „The Wall“ vor Parguera. Die Steilwand knickt erst nach 15 bis 20 Metern ins Bodenlose ab. Die Tauchgänge sind an dieser Stelle in der Regel sehr tief. Hier und an den vorgelagerten Riffen gibt es über 50 verschiedene Tauchplätze, so dass ein ganzer Tauchurlaub bei „The Wall“ verbracht werden kann. Rund um „The Wall“ gibt es viele unberührte Tauchparadiese, wo man echtes Neuland entdecken kann. Das Innenriff hingegen liegt näher und ist mit einer kürzeren Bootsfahrt verbunden. Die Tiefen hier betragen zwischen 15 und 20 Meter und bieten pure Farbenpracht.

Beste Tauch- und Schnorchelgründe findet man darüber hinaus vor der Westküste Puerto Ricos. Wenn man sich mit dem Boot vom Festland entfernt, hat man eine Sicht von bis zu 50 Metern. Ganze Riffplateaus voller Riesenschwämme, sehr abwechslungsreiche Flora und Fauna sowie zahlreiche Höhlen machen den Tauchgang zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das Wasser im Süden ist sehr ruhig, da es dem Atlantik abgewandt ist, dafür aber in Küstennähe eher flach. Sehr gute Tauchgänge lassen sich nur in Verbindung mit einer Bootsfahrt unternehmen. Dies sollte man sich aber keinesfalls entgehen lassen.

Vor der Ostküste Puerto Ricos befinden sich die beiden Inseln Vieques und Culebra. Vieques, eine ehemalige Pirateninsel, ist ein wahres Tauchparadies mit besten Schnorchel- und Tauchbedingungen. Stundenlang kann man vom weißen Strand oder vom ankernden Boot aus im klaren Wasser die Rifflandschaft erkunden. Die Insel ist nicht nur wegen ihrer fabelhaften Tauchgründe berühmt, sondern auch wegen dem geisterhaften Meeresleuchten bei Nacht. Milliarden winziger Einzeller verursachen phosphorisierendes Leuchten unter Wasser, wenn sie durch Bewegung irritiert werden. Culebra, die andere Insel vor der Ostküste Puerto Ricos, hat sehr abwechslungsreiche Tauchgebiete. Im Culebrita Reef vor Culebra bieten traumhafte Korallenblöcke den farbenprächtigsten Fischen ein Zuhause. Ein kleiner Abstecher zur „WIT-Power“ im selben Riff lohnt sich auf jeden Fall. Das Wrack liegt sehr flach und lässt sich in einem Tauchgang erkunden.

Beim Camping auf Mona Island das bestgehütete Geheimnis der Karibik entdecken

Riesenechsen bewachen die Piratenschätze von Captain Kidd

Leguan Mona Iguana - Puerto Rico - MEIER'S WELTREISEN
Riesenechse Mona Iguana in Puerto Rico

Auf Mona Island vor Puerto Rico sind Hacke und Spaten verboten. Zu groß wäre der Reiz für die wenigen Besucher, auf dem 70 Quadratkilometer großen Eiland nach einem der mysteriösesten Piratenschätze in der Karibik zu suchen. William Kidd, aus zahllosen Büchern und Geschichten einfach nur als „Captain Kidd“ bekannt, machte die Insel im April 1699 zu seinem Fluchtpunkt und soll hier sagenhafte 60.000 Pfund Sterling versteckt haben. Zwei Jahre später wurde Kidd gehenkt. Von seinem Schatz hat man bisher nichts gefunden. Seit kurzem aber dürfen maximal 100 Besucher täglich auf dem unbewohnten Mona Island in Zelten übernachten.

Schätze anderer Art wurden können hingegen täglich gefunden werden, wobei die wenigsten „Schatzsucher“ an Piratengold interessiert sind: Mona Island gilt als „Galapagos der Karibik“ und besticht durch seine weltweit einzigartige Natur. Zu den Höhepunkten zählen die bis zu 1,50 Meter großen Leguane Mona Iguana. Die Riesenechsen führen sich mit majestätischem Selbstverständnis zwar als die Wächter von Kidds Schatz auf, sind aber eigentlich völlig harmlos und ernähren sich rein vegetarisch. Mona Iguana gibt es nur auf dem kleinen Mona Island – kein Wunder also, dass sie zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten gerechnet werden. Auch drei bedrohte Arten Seeschildkröten fühlen sich auf Mona Island zuhause und brüten hier, genauso wie zahllose Vögel und 270 verschiedene Fischarten in den umliegenden Gewässern.

Die Insel selbst könnte von ihrer Geografie her nicht besser für ein Piratenversteck geeignet sein. Mona Island ist einer der höhlenreichsten Plätze auf dem Globus. An 90 Prozent der 32 Kilometer langen Küstenlinie stehen 60 Meter hohe Steilklippen. Der Kalkstein ist wie ein Schweizer Käse von bis zu 280 Meter tiefen Höhlen durchzogen. 1,4 Millionen Quadratmeter soll die Gesamtfläche der Höhlen betragen – Platz genug für die Reichtümer von gleich mehreren Schatzinseln. Nicht zu vergessen: Captain Kidd ist nicht der Einzige, der vor Mona Island ankerte. 300 Jahre lang nutzten verschiedenste Piraten die Insel als Basis. Reich geworden sind tatsächlich einige Leute auf Mona Island: Zwischen 1847 und 1927 wurden 160.000 Tonnen Guanodünger in den Höhlen abgebaut und verkauft.

So atemberaubend die Insel mit ihren riesigen Bäumen und urzeitlichen Tieren an der Oberfläche ist, so eindrucksvoll ist der Ozean um sie herum. Mona Island gilt bei Experten als das beste Tauchgebiet der Karibik. Die Sicht in dem kristallklaren Wasser reicht bis zu 70 Meter weit. Playa Carmelita mit den prächtigsten Farben und allen Riffarten ist das beste Schnorchelgebiet. Zu sehen sind Hirnkorallen, Seefarn, Fingerkorallen sowie die so genannten Fleisch- und Knochenkorallen. Die Farben reichen von dunklem Violett bis zu gelblichen Senffarben. Die Korallen und Unterwasserhöhlen sind das Zuhause von Tintenfischen, Hummern, Königsmuscheln, Rochen, Barrakudas, Papageienfischen, Tunfischen und sogar fliegenden Fischen. Im Winter sind Delfine und Wale vor der Küste zu sehen. An einigen Stellen warten versunkene spanische Galeonen auf Abenteurer.

Wieder an Land empfiehlt sich unbedingt ein Ausflug zu den ehemaligen Siedlungsstätten der Taino-Indianer, die Mona Island vor 2.500 Jahren besiedelten. Heute erinnern Felszeichnungen in der Cueva Negra und zwei zeremonielle Ballspielplätze an die ersten Siedler. Inzwischen ist die Insel wieder unbewohnt und gilt als nahezu unberührtes Naturschutzgebiet. Wer die Karibik erkunden möchte, so wie sie einst Columbus und seine Männer vorgefunden haben, ist auf Mona Island genau richtig.

Camping ist nur an den drei acht Kilometer langen Stränden der Süd- und Südwestküste von Mona Island erlaubt, die noch weißer als die Strände Puerto Ricos sind. Genehmigungen für das Zelten (vier US Dollar pro Nacht) gibt es bei der Naturschutzbehörde Department of National Resources oder bei lokalen Reiseveranstaltern in Puerto Rico. Verpflegung muss selbst mitgebracht und Abfall nach Puerto Rico zurückgenommen werden. Lagerfeuer sind nicht gestattet. Toiletten und Waschräume gibt es nur am Playa Sardinera. Staatliche Ranger bieten Führungen durch die Höhlen an.

Mona Island liegt etwa 67 Kilometer westlich von Puerto Rico und ist mit einer sechsstündigen Bootsfahrt zu erreichen. Charterboote gibt es in den Städten Mayaguez und Cabo Rojo. Am besten verlässt man sich aber auf lokale Reiseveranstalter, die sich neben der Besuchsgenehmigung außerdem um Verpflegung, Zelt- und Tauchausrüstung kümmern. Auch wenn die Überfahrt beschwerlich sein mag, der nächtliche Sternenhimmel über Mona Island wird neben den irdischen Naturwundern mehr als entschädigen: Durch die fast absolute Dunkelheit bietet sich ein Firmament, das Europäer zuletzt vor 300 Jahren gesehen haben.

Rio Camuy Cave Park im Norden

Rio Camuy Höhlen - Puerto Rico - MEIER'S WELTREISEN
Rio Camuy Höhlen in Puerto Rico

Im Norden der Insel führt der Weg zu einem der beeindruckendsten Höhlen-Systeme, den Rio Camuy Höhlen. Im Laufe mehrerer Millionen Jahre schuf das drittgrößte, unterirdische Fluss-System der Welt aus dem groben Felsgestein die herrlichen Höhlen, die heute zu den meist bestaunten Naturwundern zählen. Herausragend ist die sogenannte „Cathedral Cave“. Diese Höhle weist noch heute Malereien der Taíno-Indianer auf und führt zu den Kultstätten der einstigen Bewohner. Der Schöpfungsmythos der Taínos weist diese Höhle als Geburtsstätte der Menschen aus.

Unsere Beispiele stellen nur eine Auswahl der Kleinode puertoricanischer Fauna und Flora dar. Im Rahmen von Insel-Exkursionen, Wanderprogrammen oder Taucharrangements lassen sich diese unvergesslichen Naturwunder in all ihrem Facettenreichtum hautnah erleben.

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