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Dominica

Die grünste Insel der Antillen

MEIER'S WELTREISEN Reisejournal - Karibik - Dominica - Insel Dominica
Insel Dominica

Als sich Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Reise in die Neue Welt befand, entdeckte er am Sonntag, den 3. November 1493, am Horizont eine Insel, die aussah wie ein zusammengeknülltes Pergamentpapier (so beschrieb er sie bei seiner Rückkehr in Spanien). Da die Zeit drängte, beschloss er, nicht von Bord zu gehen, sondern der Insel nur einen Namen zu geben – nach einem Blick auf den Kalender nannte er sie Dominica, nach dem Tag des Herrn – und weiter zu segeln. Ob er wohl je erfahren hat, was für ein Paradies er da achtlos links liegen ließ?

Wer weiß, was mit dieser wunderschönen Insel geschehen wäre, wenn der große Seefahrer beschlossen hätte, seine Neuentdeckung zu erobern; bekanntermaßen ging das für die Ureinwohner meistens schlecht aus. So hatten die Insulaner bis Mitte des 17. Jahrhunderts einigermaßen Ruhe, bis die Insel zum Zankapfel zwischen Frankreich und England wurde. Doch auch danach erging es den DominicanerInnen besser als den Bewohnern der Nachbarinsel: Aufgrund des besonders starken Widerstandes der Bevölkerung war Dominica die letzte von Europäern kolonialisierte karibische Insel, und bereits 1831 erhielten alle Nicht-Weißen volles Bürgerrecht – eine Sensation!

Lernt man die Bewohner Dominicas kennen, merkt man sehr schnell, dass immer noch das Herz ihrer Vorfahren in ihrer Brust schlägt: Stolz sind sie, unabhängig und mutig, gepaart mit einem Sinn für skurrilen Humor, den sie direkt von ihren Ahnen übernommen haben müssen. Als nämlich seinerzeit in Spanien das Gerücht umging, die DominicanerInnen wären Menschenfresser (was wohl nicht zutraf), beschwichtigten die Insulaner die Spanier nur insofern, dass einer von ihnen behauptete, von Christen bekämen sie Bauchweh.

MEIER'S WELTREISEN Reisejournal - Karibik - Dominica -  Einzigartige Flora
Einzigartige Flora

Von Papageien und Seefledermäusen

Dominica ist keine dieser massenkompatiblen Pauschaltourismus-Inseln; wer Karibikurlaub mit endlosen Sandstränden, luxuriösen Hotelanlagen mit Poolanlage und Parties bis zum Morgengrauen verbindet, sollte besser an den Nachbarinseln anlegen. Wer hingegen schon immer mal wissen wollte, wie eine Seefledermaus aussieht, im zweitgrößten kochenden See der Welt baden möchte oder das Wappentier Dominicas, den Imperial Parrot, aus nächster Nähe im Urwald besuchen will, ist hier genau richtig.

Die Seefledermaus ist ein sehr eigenartiger Fisch, der optisch an eine Mischung aus Kaulquappe und paniertem Schnitzel erinnert und neben Wasserschildkröten, Blennies, Kalamaren, Muränen und vielen anderen Fischen sehr schön an Tauchspots wie Champagne oder Rodney's Rock beobachtet werden kann.
Um den Felsen Rodney's Rock rankt sich übrigens eine besondere Legende: Seinen Namen soll er von einem englischen Admiral namens Rodney erhalten haben, der das kleine Eiland wie ein Kriegsschiff herrichten ließ und somit erreichte, dass die angreifenden Franzosen die Flucht ergriffen. Wer Fische lieber über Wasser betrachtet, sollte sich zu einer Whalewatching-Tour anmelden; immerhin gilt Dominica als „Whale Watching Capital of the Caribbean“!

Die üppige Natur an Land lässt sich am besten im Nationalpark Morne Trois Pitons bewundern, der 13 km östlich der Hauptstadt Roseau liegt und 1997 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde. Hier lässt es sich auf fast 7.000 ha wunderbar durch Vulkane und Schluchten wandern, man trifft auf heiße Quellen, gigantische Wasserfälle und Süßwasserseen und kann neben diversen Vögeln auch Leguanen und Boa Constrictors in die Augen schauen.

Die Miniatur-Hauptstadt

Auch in Dominicas Hauptstadt Roseau steht die Natur im Vordergrund. Zu besichtigen wären hier der Papillote Tropical Garden mit heißen Quellen und Wasserfällen sowie der Botanical Garden. Ansonsten lässt es sich in dieser winzigen Hauptstadt mit 16.000 Einwohnern sehr schön wohnen, und unzählige kleine Restaurants bieten beste kreolische Küche. Besonders charmant ist ein Besuch des New Market: Jeden Tag in den frühen Morgenstunden herrscht in dem fast 25 Jahre alten Gebäude reges Markttreiben, das am Samstag seinen Höhepunkt erreicht, wenn aus allen Regionen der Insel Menschen herbei strömen, um ihr angebautes Obst und Gemüse sowie Fisch, Fleisch, Gewürze und Souvenirs zu verkaufen. Andere Händler verkaufen Snacks in die Hand wie Roti, diverse Pies und frittierten Fisch.

Was man übrigens keinesfalls verpassen sollte, ist, nach einem kräftigen Regenguss (der hier wie überall in der Karibik recht häufig vorkommt) die vielen Regenbögen zu bestaunen, die sich zwischen den Berggipfeln zeigen – wie alles auf dieser Insel traumhaft schön!

Quelle: Wundermedia/Birgit Stelzer

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