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Nationalparks im Westen der USA: Die große Freiheit

Grand Canyon
Grand Canyon

Der Südwesten der USA ist für viele Europäer das Synonym für Weite, Abenteuer und Freiheit. Und in der Tat: Nirgendwo ist die Neue Welt so völlig anders als das „alte“ Europa wie zwischen der Sierra Nevada und den Rocky Mountains. Und nirgendwo ist Amerika so berauschend, so dramatisch schön und bis auf einige urbane Oasen – insbesondere die aufgekratzte Spielermetropole Las Vegas – selbst heutzutage so ungezähmt.

Das Gute: Trotz Wildwest-Flair lässt sich die Region mit dem Mietwagen oder Wohnmobil ideal bereisen, da es zwischen sonnendurchglühten Kakteenwüsten, endlosen Highways und tiefroten Canyons immer wieder die nötige Versorgungsstationen sowie herrliche Unterkünfte gibt. Einige davon finden sich mitten in aufregender Natur. Und aufregend ist die Natur hier in der Tat. Allen voran im Grand Canyon, der mit 450 Kilometer Länge und bis zu 1,6 Kilometer Tiefe größten Schlucht der Welt, die der Colorado River vor Millionen von Jahren durch das Colorado-Plateau von Arizona grub. Als ob das nicht schon eindrucksvoll genug wäre, kam 2007 am Grand Canyon West mit dem Skywalk, einer hufeisenförmigen und frei schwebenden Glas-Plattform in 1200 Metern Höhe über dem Grund noch eine Steigerung hinzu. Und mit ihr eine Steigerung der Besucherzahlen. Längst staunen jährlich rund fünf Millionen Besucher über eines der größten Wunder der Erde.

MEIER`S WELTREISEN - Reisejournal August 2011
Bryce Canyon

Special Effects am laufenden Band

Wer nun denkt, dass es deswegen zugeht wie am Times Square, der täuscht sich gewaltig. Den anspruchsvollen, mit zwei bis drei Tagen veranschlagten Trail hinunter zum Fluss trauen sich die allerwenigsten zu und abseits der Visitor Center findet jeder sein Plätzchen, um die XXL-Kulisse in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Obendrein gibt es in der Region noch jede Menge weiterer Plätze, an denen man der Natur am liebsten den Oscar für Special Effects verleihen würde. In Nevada, Colorado und Arizona ballen sich einfach überdurchschnittlich viele hochkarätige Nationalparks. Vor allem aber in Utah, dem Herzstück des Canyonlands. Hier ragen die schönsten Felssäulen auf, hier schimmern die Steilwände im prachtvollsten Orange und Rot, hier bewahren die Nationalparks eine einzigartige Steinwelt. Die bizarren Felsbögen im Arches Nationalpark etwa sind dramatisch schön, die Abgründe des Canyonlands Nationalpark dramatisch steil. Kein Wunder, dass sich der Südwesten der USA zum Hotspot der Outdoor-Szene entwickelt hat. Ein weiteres beliebtes Ziel der Wanderer, Rafter, Kletterer und Biker ist der Zion Nationalpark mit seinen roten Sandsteinfelsen und malerischen Canyons. Zahlreiche Trails machen den Park zum idealen Terrain für Trekkingtouren. Und der Zion Canyon Scenic Drive Autofahrer zu glücklichen Panoramaguckern.

Am größten Dinosaurierfriedhof der Welt

Und weiter geht es mit den Attraktionen: Rund 850 Quadratkilometer kaum erschlossene Felswildnis umfasst das Schutzgebiet des Dinosaur National Monument an der Grenze zwischen Utah und Colorado. Neben den bis zu 1000 Meter tiefen Canyons, die die Flüsse Green und Yampa River in das Sandgestein gegraben haben, ist vor allem der Dinosaur Quarry an der SR149 Ziel vieler Besucher. An einer etwa 100 Meter langen Felswand wurden tatsächlich Dutzende von Dinosaurier-Skeletten freigelegt, was den Ort zum größten Dinosaurier-Friedhof der Welt macht.

Keine Dinosaurierspuren, dafür die unverwechselbare Szenerie der „Hoodoos“ – das bietet der Bryce Canyon, ebenfalls eine Top-Sehenswürdigkeit in Utah. „Hoodoos“, so heißen die langen Reihen rötlich und weißlich-violetter, hoch aufragender Steinsäulen, die dank ihrer bunten Eisen- und Manganspuren eine ganz spezielle Atmosphäre schaffen. Und eine Welt, die die Phantasie geradezu beflügelt: Denn je nach Blickwinkel, Lichteinfall und persönlicher Stimmung lassen sich die Formationen als Türme, Tiere, Statuen oder Fabelwesen erkennen.

MEIER`S WELTREISEN - Reisejournal August 2011
Bryce Canyon

Mystisch und monumental

Zu jeder Tageszeit mystisch wirkt Mesa Verde, das seinen Namen – „grüner Tisch“ – den spanischen Eindringlingen verdankt, die den rund 600 Meter hohen Tafelberg im äußersten Südwesten Colorados vor rund 500 Jahren „entdeckten“. Die eigentliche Sensation kam jedoch erst um 1880 ans Tageslicht der Neuzeit: große Ruinenstätten, zum Teil mehrstöckige so genannte Cliff Dwellings, die prähistorische Indianer in die Steilwände der Canyons gebaut hatten. Mehrere tausend Einzelruinen wurden seither von den Archäologen auf Mesa Verde entdeckt. Grund genug auch für die Unesco, den 211 Quadratkilometer großen Nationalpark als die eindrucksvollste nordamerikanische Ruinenstätte aus präkolumbischer Zeit zu einem schützenswerten Weltkulturerbe zu erklären. Damit wurde die Bekanntheit noch gesteigert – heutzutage kennt die in den Fels gebauten Ruinen fast jeder, sei es aus Bildbänden oder Fotokalendern.

Auch das Monument Valley, eine Gruppe von bis zu 300 Meter hohen, markant verwitterten Tafelbergen, die bizarr aus der flachen Ebene aufragen, fällt in die Kategorie „Hab ich schon mal gesehen“ – und hier spielt das Fernsehen eine wichtige Rolle. In den 1930er Jahren entdeckte es der Regisseur John Ford als Szenerie für zahlreiche Cowboyfilme, es folgten „Auftritte“ in den Blockbustern „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Easy Rider“ und schließlich diente es auch als dutzendfache Kulisse für Werbespots aller Art, von Zigaretten über Geländewagen bis zum Motorrad. Halt alles, was Weite, Abenteuer und Freiheit symbolisieren soll.

Christian Haas

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