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USA und Kanada

Der Skihimmel auf Erden

MEIER'S WELTREISEN Reisejournal - USA & Kanada - unberührte Pisten
unberührte Pisten

Im gesamten Alpenraum warten rund 500 Skigebiete darauf, unter die Bretter genommen zu werden. Ein Angebot, das selbst der eifrigste Skifahrer nie im Leben nutzen kann. Warum also zum Carven nach Nordamerika? Wer jemals dort war, weiß warum: Schnelle Lifte, keine Wartezeiten, grenzenlose Weite und jede Menge steile Hänge erschließen eine andere, wenn auch kostspieligere Dimension.

Für viele jedoch das wichtigste Argument: der mitunter samtweiche Schnee, der so genannte „Champagne Powder“. Warum der Schnee in den Rockies noch deutlich leichter und luftiger ausfällt als in europäischen Gefilden, hat laut Wissenschaftlern vor allem zwei Gründe: tiefe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit bei Schneefall. Fakt ist, dass es in Nordamerika eher ein zu viel als ein zu wenig gibt, was die Schneemengen anbelangt. In einigen Skigebieten rieselt derart viel „Champagne Powder“ herab, dass Marketingstrategen den Spruch erfunden haben: „Bring your snorkel!“ – Schnorchel nicht vergessen!

Der großartigste Schnee der Welt

Dass der US-Bundesstaat Utah sich gar mit dem Slogan „greatest snow on earth“ schmückt, mag ein Werbegag sein. Doch auch hier muss erwähnt werden, dass der Große Salzsee tatsächlich einen ganz speziellen Effekt auf den Schnee hat. Was damit gemeint ist, lässt sich erleben, wenn die weiße Pracht etwas weiter östlich in den Bergen herabfällt. Zum Beispiel in Deer Valley in der Nähe von Park City, das sich wiederum rund 50 Kilometer von Salt Lake City entfernt befindet. In diesem exklusiven Skigebiet fanden im Jahr 2002 etliche Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele statt.

Olympia war 2010 schließlich in Vancouver und dem Skigebiet Whistler/Blackcomb zu Gast. Und die Welt durfte über die modernen Bergbahnen, allen voran die 4,4 Kilometer lange Peak2Peak-Gondeln, die mitunter über 400 Meter über dem Tal schweben. Und noch ein Olympiaort in den Rockies bleibt langfristig im Gedächtnis: Squaw Valley. Für Könner ist der kalifornische Olympiaort von 1960 unbestritten eines der anspruchsvollsten Areale weltweit. Das Off-Piste-Terrain versetzt Experten in einen Glücksrausch. Kein Wunder, dass Squaw Valley als Drehort der berühmt-berüchtigten Skifilme von Warren Miller diente. Wer es den waghalsigen Stuntmen aus den Filmen nachtun will, der findet außergewöhnlich steiles Gelände bei den Palisades und am Eagle’s Nest am Gipfel von KT-22. Klingt harmlos, ist es aber nicht, denn die gigantischen Felsabstürze und engen Steilrinnen sind nur etwas für echte Cracks. Bleibt nur, Hals- und Beinbruch zu wünschen!

MEIER'S WELTREISEN Reisejournal - Lake Louise - Kanada
Lake Louise - Kanada

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Das gilt erst recht beim Heli-Skiing. Das nur in wenigen europäischen Skigebieten angebotene Vergnügen hat in den USA und erst recht in Kanada Kultstatus. Das Gute: Auch mittelmäßige Fahrer können das Abenteuer wagen, wobei sie dennoch über etwas Kleingeld verfügen sollten, denn die geführten Touren sind nicht ganz billig. Wo das möglich ist? Revelstoke, Whistler und Blue River haben sich fest in der Szene etabliert, Banff gilt gar als Geburtsort des weltweiten Heli-Skiing, wenngleich das „St. Moritz Kanadas“ mindestens noch für drei andere Dinge bekannt ist: seine heißen Quellen, das sportliche Skigebiet Lake Louise und die majestätische Bergkulisse der Rocky Mountains.

Von der Bergkulisse zur Waldkulisse – denn das Fahren zwischen den Bäumen beziehungsweise im Unterholz hat in den Rockies im Gegensatz zu Europa ebenfalls Kultstatus. Mitunter sind diese mit Pistenraupen nicht befahrbaren Areale dennoch vom Skipersonal instand gesetzt. Heruntergefallene große Äste etwa werden in einigen Gebieten Tag für Tag aufs Neue entfernt. Allen voran im kanadischen Big White – dem „großen Weiß“ im Herzen der Provinz British Columbia. In diesem „großen Weiß“ finden dann die anspruchsvollsten Abfahrten statt.

Pisten für Experten

Apropos Anspruch: Gibt es in Europa drei Farben zur Unterscheidung der Pistenschwierigkeit - blau, rot, schwarz (und in Frankreich und Teilen Italiens noch grün für besonders einfaches Terrain) – unterteilt Nordamerika in fünf Stufen. Dabei beschreiben die „double diamonds“, die zweifachen Diamanten, eine Kategorie, die in Europa kaum offizielle Pisten ausweist. Denn hierbei handelt es sich um extrem schwierige Strecken – und davon gibt es, zum Beispiel in Gestalt von Buckelpisten und steilen Rinnen, reichlich. Der „Corbet´s Coulouir“ in Jackson Hole zum Beispiel gehört zu den spektakulärsten Steilhängen der Skiwelt. Den Titel „America´s scariest ski slope“ – Amerikas furchterregendste Skipiste – hat die Passage schon mal sicher.

Nun mag es freilich nicht jeder so gefährlich und abenteuerlich. Gut, dass in Nordamerika auch der Komfort großgeschrieben wird, und das nicht nur in den besseren Unterkünften von Aspen, dem Fünf-Sterne-Resort Beaver Creek oder anderswo, sondern generell. „Have a nice day“ – dieser Spruch samt Lächeln gehört zum Standard am Lifteinstieg, ebenso die helfende Hand, die die Ski in den Gondelköcher steckt, sowie tipptopp präparierte Pisten. Doch damit nicht genug. Gratisheißgetränke auf der Piste, stärkende Cookies am Zielhang, Taschentücher für die schniefende Nase im Lift: Was in Europa nur hier und dort zu finden ist, hat sich jenseits des Atlantiks flächendeckend etabliert. Frei nach dem Motto: Der Skifahrer ist König.

Quelle: Wundermedia / Christian Haas

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